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MK Kähne (1963), Berlin

 

In den Neunzigerjahren steht vor allem für jüngere Künstler die Frage, inwieweit Kunst wieder Bodenhaftung im Sozialen, im Politischen und im Ökonomischen finden kann. Es wird analysiert, kommentiert, imitiert, dechiffriert oder parodiert. Neue Strukturen entstehen, surreale Paralleltechniken werden entwickelt oder Geräte mit den unterschiedlichsten Nutzungsvorstellungen gebaut. Im Zentrum der Arbeit des Berliners MK Kähne steht dieses Problemfeld. In der Malerei herrscht nach seiner Auffassung die subjektiv irrationale Seite des Unpragmatischen: Denn welche Maßstäbe überprüfen die »Funktionsfähigkeit« des Bildes? Seine Antwort darauf war das Aufhören mit dem Malen. Seitdem entwirft und baut er cool designte, mobile und dennoch funktionstüchtige Duschen, Bars, WCs der surreale Kofferobjekte. ¬ A. H.

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Abb.: Schatulle: Raumschiff, 2005, verschiedene Materialien; Schatulle: 79 × 25,5 × 8,5 cm, Haube: 84 × 31 x 87 cm, Sockel: 107 x 31 × 87 cm, Dauerleihgabe des Vereins der Freunde und Förderer des Museums Junge Kunst 2006, Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)


| 1963 geboren in Vilnius | 1963 – 1980 aufgewachsen in Berlin und Moskau | 1983 – 1988 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee | seit 1988 freischaffender Künstler in Berlin


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STANDPUNKTE II  1986 - 2006

 

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