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In den
Neunzigerjahren steht vor allem für jüngere Künstler die Frage,
inwieweit Kunst wieder Bodenhaftung im Sozialen, im Politischen und im
Ökonomischen finden kann. Es wird analysiert, kommentiert, imitiert,
dechiffriert oder parodiert. Neue Strukturen entstehen, surreale
Paralleltechniken werden entwickelt oder Geräte mit den
unterschiedlichsten Nutzungsvorstellungen gebaut. Im Zentrum der
Arbeit des Berliners MK Kähne steht dieses Problemfeld. In der Malerei
herrscht nach seiner Auffassung die subjektiv irrationale Seite des
Unpragmatischen: Denn welche Maßstäbe überprüfen die
»Funktionsfähigkeit« des Bildes? Seine Antwort darauf war das Aufhören
mit dem Malen. Seitdem entwirft und baut er cool designte, mobile und
dennoch funktionstüchtige Duschen, Bars, WCs der surreale
Kofferobjekte.
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A. H. |
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Abb.:
Schatulle:
Raumschiff, 2005, verschiedene Materialien; Schatulle: 79 × 25,5 × 8,5 cm,
Haube: 84 × 31 x 87 cm, Sockel: 107 x 31 × 87 cm, Dauerleihgabe des
Vereins der Freunde und Förderer des Museums Junge Kunst 2006, Foto:
Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder) |