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Peter Herrmann (1937), Berlin |
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1975 fasste der
Künstler sein Schaffenscredo mit den Worten zusammen: »Aber das, was
ich male, bin immer bloß ich selbst.« Diese Feststellung bestätigt
sich bis heute. Auch wenn sich das Format seiner Bilder nach dem
Verlassen der DDR 1984 vergrößert und die Themenspanne erweitert
haben, die Farbigkeit intensiver und der Bildraum enger geworden sind.
Die unprätentiös sensible und zugleich dionysisch großzügige
Grundhaltung und Lebenslust des Malers, die oft durch seine ernsthaft
hintergründige Ironie gebrochen wird, wirkt unverändert weiter. Doch
ob es sich nun um Erinnertes und Durchlebtes mit existentiell
erschreckendem Hintergrund handelt oder um banale Alltagsgegenstände,
immer mischt sich Reales mit Fiktivem, wird seine kraftvoll opulente
Formensprache zugleich von spielerischer Leichtigkeit bestimmt, birgt
die Heiterkeit seiner kostbaren Farbdialoge ein melan-cholisches
Moment, wobei die Bilderzählung vielschichtig und rätselhaft
erscheint. ¬
B. R.-J. |
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Abb.:
Das
große Spiegelei, 1990, Öl auf Leinwand; 208 x 102 cm, Geschenk des
Künstlers 1993, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin |
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| 1937
geboren in
Großschönau / Zittau | 1939 Umzug nach Breslau | 1944 Evakuierung nach
Dresden | 1951 – 1970 Lehre und Tätigkeit als Chemigraf | 1954
Volkshochschule Dresden, Malunterricht bei und Freundschaft mit Jürgen
Böttcher/Strawalde | seit 1955 Freundschaft und künstlerische Gemeinschaft
mit Peter Graf und Ralf Winkler | seit 1971 freischaffend als Maler in
Dresden tätig | 1984 Ausreise aus der DDR, Übersiedlung nach Hamburg |
seit 1986 in Berlin lebend |
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STANDPUNKTE II
1986 - 2006 |
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