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Kerstin Grimm (1956), Berlin

 

Auf den gezeichneten, gemalten und collagierten Bildern von Kerstin Grimm scheinen sich phantastische Wesen ein Stelldichein zu geben. Die Künstlerin spielt mit Bruchstückhaftem, das zugleich in vergangener Zeit wie im Hier und Heute angesiedelt ist. So entstehen immer wieder neue Facetten einer rätselhaften Welt, die den Träumen vergleichbar, vertraut wie befremdlich zugleich wirken. Sie beängstigen und verzaubern, lassen eine Idylle nicht zu, und sind dennoch nicht selten von hintergründigem Humor durchdrungen. Doch immer wieder gelingt es Kerstin Grimm mit äußerst sensibler Hand, Adaptionen von alten Geschichten, Märchen und Mythen nachhaltig erlebbar zu machen. Farbig satte intensive Flächen, in die des öfteren auch glänzende Papiere mit einbezogen werden, stehen dabei neben zarten Bleistiftzeichnungen, Überklebungen von leicht geknittert struktu-rierten und übermalten Flächen neben dem glatten, zum Teil überzeichneten

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Grund. Doch letztlich verbindet sich alles miteinander zu einer disharmonischen Einheit, zum lustvollen »Spiel am Abgrund«. ¬ B. R.-J.

Abb.: Stunde der Dämonen ( I ), 2007, Mischtechnik/Collage auf Papier; 160 x 147 cm, Dauerleihgabe des Vereins der Freunde und Förderer des Museums Junge Kunst, Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)


| 1956 geboren in Oranienburg | 1974 – 1980 Studium der Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin | 1980 – 1982 Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin bei Rolf Winkler | lebt und arbeitet als Bildhauerin und Zeichnerin in Berlin und Willmersdorf


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STANDPUNKTE II  1986 - 2006

 

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