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Kurt Buchwald (1953), Berlin |
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Seit den frühen
Achtzigern attackiert er mit seinen Wahr-nehmungsstörungen in den
Städten die Bürger, Behörden und Kunstfreunde. 1993 gründete er das
entsprechende Amt dazu. Nach den politischen Veränderungen 1990 ging
er mit dieser subversiven Strategie des anderen Sehens und Denkens
auch ins Ausland. Es fanden und finden rätselhafte Aktionen statt, bei
der Röhrenmenschen (Partei der Röhrenmenschen) oder ein großer »Oberservator«
eine Rolle spielen. Verdeckte Fotografien oder wie hier ein ovales
Loch in der schwarzen Scheibe sind weitere Medien, um der
»Verblendung« |
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und der Behinderung für
ein eigenes Sehen und Erfahren materiellen Ausdruck zu verleihen. Doch
je enger ein Sehfeld wird, umso größer die Aufmerksamkeit und desto
stärker regt das Wenige, was zu sehen ist, die Fantasie an. Fazit:
Weniger Sehen heißt also hier intensiver wahrnehmen und mehr vermuten,
als vielleicht die Realität zu bieten hat. ¬ A. H. |
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Abb.:
Schwarze Scheibe, 2002,
Holz, Metall, Farbe; 325 × 372 × 70 cm, Schenkung
Herr Haupt, 2007,
Foto: Kurt Buchwald, Berlin (Ausstellung »Interferenzen«, Museum Unser
Lieben Frauen Magdeburg) |
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| 1953 in Lutherstadt
Wittenberg geboren | 1972 Lehre als Instandhaltungsmechaniker mit Abitur |
1976 Ingenieurstudium an der TH Karl-Marx-Stadt | 1979 Beginn mit
künstlerischer Fotografie, Aktionen | 1986 Mitglied im VBK und
freischaffend tätig | 1989 Meisterschüler bei Lothar Reher an der Akademie
der Künste, Berlin | 1993 Gründung des Amtes für Wahrnehmungsstörung,
Lehrauftrag der TU Berlin | 2005 1. Vorsitzender der Röhrenpartei »W.A.R.U.M.«
| seit 1982 Leben und Arbeiten in Berlin |
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STANDPUNKTE II
1986 - 2006 |
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