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Norbert Bisky (1970), Berlin

 

Der Künstler setzt sich in seinem Werk mit der Malerei in Diktaturen, wie der staatlich anerkannten realistischen Kunst in den 30er Jahren in Russland und der offiziell geförderten Malerei nach 1933 in Deutschland sowie den Bildern des sozialistischen Realismus in der DDR auseinander. Hier ist es das scheinbar unpolitische Bild vom körperlich gestählten jungen Mann und seiner Beziehung zur Masse. So werden wir auch in seinen Bildern nicht mit der Realität, sondern mit optischen Zukunftsvisionen konfrontiert. Ob es ein konfliktfreies Paradies ist, das uns hier  versprochen wird, oder ob Gewalt und Sex

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das Agieren seiner körperlich makellosen Figuren bestimmt. Letztlich ist es die technische Brillanz, sind es die leuchtend poppigen Farbakkorde sowie das Spiel mit Licht und Schatten, die unseren an modernen Werbestrategien gewöhnten Blick aufmerksam werden lässt. ¬ B. R.-J.

Abb.: alle gehen mal mit, 2001, Öl auf Nessel; 140 × 200 cm, Schenkung der Galerie Michael Schultz Berlin, 2001; Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1970 geboren in Leipzig | 1993 Freie Kunstschule Berlin | 1994 – 1999 Hochschule der Künste Berlin, Klasse Georg Baselitz | 1999 Meisterschüler ebd. bei Georg Baselitz | lebt und arbeitet in Berlin


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STANDPUNKTE II  1986 - 2006

 

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