|
|
|
 |
Rolf Biebl (1951), Berlin |
 |
|
|
|
|
Rückblickend wird
ersichtlich, dass er der einzige Bildhauer in der späten DDR war, der
die menschliche Figur in einen Kontext von Leben/Kunst / Physis
setzte. Er verabschiedete sich früh von einem existenziell
idealisierenden und einem rudimentär klassischen Figurenstil. Er lud
seine Figuren mit dem körperlichen Reagieren auf das Draußen auf und
reizte es bis an die Grenze des Gestaltbaren aus. Sein surrealer
Verismus von einem zeitgemäßen Menschenbild ist in seiner ambivalenten
Figürlichkeit authentisch. Die augenscheinlich grotesken Verzerrungen,
Verstümmelungen und naturalistischen Versatzstücke sowie beiläufigen
Kunstzitate wurden zu seinen markanten Stilprinzipien. Diese Bronze
»Stehende männliche Figur « paraphrasiert zum Beispiel die
Körpersprache des »Emporsteigenden Jüngling« aus dem Jahr 1913 von
Wilhelm Lehmbruck. ¬ A. H. |
 |
|
|
Abb.:
Stehende Figur,
1986, Bronze; 200 × 44 ×
58 cm, erworben 1991, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin |
|
|
| 1951 geboren in Klingenthal | 1971 – 1978 Studium der
Bildhauerei an der Kunst-Hochschule Berlin-Weißensee, anschließend
freischaffend (Bildhauer/Grafiker/Maler) |
1979 – 1980 Studium an der Akademie der Schönen Künste in Budapest | 1980
– 1983 Meisterschüler an der Akademie in Berlin (Ost) | 1985 – 1993
Lehrauftrag an der Kunst-Hochschule Berlin-Weißensee, danach an der
Kunst-Hochschule Berlin-Charlottenburg | lebt
in Berlin |
|
|
[ Zum Vergrößern der
Bildansicht und Schließen der geöffneten Fenster auf das Bild klicken ! ]
|
|
 |
STANDPUNKTE II
1986 - 2006 |
|
 |
|
|
|