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Stephan Balkenhol (1957), Karlsruhe, Meisenthal

 

Seit fast zwei Jahrzehnten hat der Künstler seinen Stil nicht wesentlich verändert. Schon zu einem Markenzeichen sind seine unaufgeregt stehenden Männer- und Frauenfiguren geworden. Aus Pappelholz geschlagen und dennoch mit dem unbehauenen Stamm verwachsen, wirken die dezent bemalten Skulpturen nah und dennoch so fern. Sie tragen eine klassische Bekleidung (Schuhe, Hose, Hemd, Anzug, Kleid), die auf den modernen Menschen schlechthin verweist. Die Berg- und Talfahrt der Moderne sind an ihnen vorbeigerauscht. Der Bildhauer ist ein Traditionalist mit postmoderner Strategie. Er bezieht sich unter anderem auf die Neue Sachlichkeit, die Pop Art und auf die Volkskunst. Sein scheinbar fotografischer Blick bewirkt eine bevorzugte Einansichtigkeit der Skulptur. ¬ A. H.

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Abb.: Porträt, 2003, Pappelholz; 200 × 83 × 46 cm, Schenkung Sammlung Becker 2003, Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)


| 1957 geboren in Fritzlar/Hessen | 1976 – 1982 Studium an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg | 1988 – 1989 Lehrauftrag an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg | 1990 – 1991 Lehrauftrag an der Hochschule für bildende Künste in Frankfurt/M. (Städelschule) | 1991 – 1992 Lehrauftrag an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Karlsruhe | 1992 Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Karlsruhe | lebt in Karlsruhe (D) und Meisenthal (F)


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STANDPUNKTE II  1986 - 2006

 

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