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In
ihrem Farbverständnis stand Inge Thiess-Böttner in der Dresdner
Tradition eines kultivierten Spätimpressionismus, ohne auf dem
Gegenstand zu beharren. Ihre
»Gegenständlichkeit«
sind das geometrische Inventar von Kreis, Dreieck, Linien und sich
brechenden Strahlen. In einem Gespräch bemerkte sie
»...
jedes Blatt gibt eine Geschichte, einen ganz bestimmten Tag wieder ...
«.
Hier wird das Vergängliche eines Erlebnisses in die auratische Sphäre
geometrischer Zeitlosigkeit transformiert, ohne dabei auf farbliche
Wärme, gestalterische Sensibilität oder Möglichkeiten eines
einfühlenden Sehens zu verzichten. Zufälligkeiten im Druckvorgang
werden angenommen, variiert und weitergetrieben, bis die
Form eine vielschichtige Vollen- |
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