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Strawalde (d. i. Jürgen Böttcher) (1931), Berlin

 

In den Fünfzigerjahren orientierte er sich am spätkubistischen Werk von Pablo Picasso (1881 – 1973) und in der darauffolgenden Zeit wird seine Formensprache lyrischer, vielschichtiger und geheimnisvoller. In vielen Bildern schwingt das melancholisch-romantische Pathos von Caspar David Friedrich (1774 – 1840) mit – oder die, gleich aus einem Fließen der Farbe heraus sich findende Formen werden zu freien Improvisationen auf das »Frühstück im Freien« von Edouard Manet (1832 – 1883). Während des Malprozesses ergibt sich ein spannungs-volles Fabulieren zwischen zufälligen Form- und Farbkonstellationen und ihrem bewussten Gestalten. Figürliches, Zeichenhaftes, Fließendes und Kalligrafisches gehen traumwandlerisch ineinander über oder erfahren in den Folgen ihre Metamorphosen; etwas bukolisch Vergangenes schwingt wehmütig zu uns herüber. Die expressive, fast als disharmonisch zu bezeichnende Farbigkeit in diesem gezeigten Bild ist etwas ungewöhnlich für ihn. Doch wir finden auch hier sein für ihn typisches Vokabular wieder: Farbflüsse, Mäander, Flecke, Einschlüsse, horizontale und vertikale Pinselstriche und einen monochromen, nun weißen Farbgrund.

Abb.:  Dschungelstück
1991, Öl auf Leinwand; 170 x 130 cm; erworben 1991, Foto: Bernd Kuhnert


| 1931 geboren in Frankenberg (Sachsen) | 1937 – 1948 Kindheit und Jugend in Strahwalde/ Oberlausitz | 1949 – 1953 Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, bei Wilhelm Lachnit | 1953 – 1955 Lehrtätigkeit an der Volkshochschule Dresden | 1955 – 1960 Studium an der Filmhochschule Babelsberg, Fach: Regie | 1960 – 1991 Regisseur im DEFA-Studio für Dokumentarfilme, Berlin | lebt und arbeitet in Berlin


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TENDENZ ABSTRAKT - 07.02.2010 - 25.04.2010

 

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