|
Für einen bildenden Künstler in der DDR war seine stilistische
Vielseitigkeit recht ungewöhnlich. Die klassische Moderne ist für ihn
ein zu studierendes Objekt, so wie für andere Künstler die Natur oder
das Model es sind. Er schuf Illustrationen in einem
spätexpressionistischen oder dramatisch sachlichen Stil, formte
expressive, surreale oder konstruktive Plastiken, malte stark
abstrahierende Landschaften oder Bilder, die sich aus pastos
leuchtenden Farbflecken ergeben, wie in diesem vorgestellten Ölbild
aus dem Jahr 1978. Hier setzte er sich mit der Bildwelt des Franzosen
Nicolas de Stael (1914 – 1955) auseinander, der die räumlich flächige
Balance und die Ambivalenz zwischen gegenständlicher und gegenstandsloser Gestalt auslotete. |
 |