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Wilhelm Müller (1928 – 1999), Dresden

 

STATEMENT: »Ich habe keine Theorie. Versuche nicht zu beschreiben. Sammle Erfahrungen. Dazu einige Satze: Für mich hat das Wort »konstruktiv« nur eine formale Bedeutung. Als wesentlicher schöpferischer Impuls war er kennzeichnend für eine Generation, von deren Ideen wir uns weit entfernt haben. Jene Konzeptionen der Kunst, die damals im ersten Viertel unseres Jahrhunderts entworfen worden sind, und zu denen alles formuliert ist, was man sagen kann, sie sollen in ihrer Begründung, Eigenart und Wurde unangetastet bleiben. Meine Arbeiten werden immer mehr zu Ergebnissen der Abtrennung, des Verzichts auf das, was als Kunst galt. Helfen, so denke ich, kann nur, was mich selbst bewegt: Material, Gesetz, beharrliche Arbeit, das Wirkliche. Ich bin gebannt von der Gebundenheit und Freiheit des Menschen, die sich in allen Zeiten im Bild ausdrucken. Freue mich, wenn meine Arbeiten in täglicher Umwelt als Werte aufgenommen werden. Dresden, den 8. Januar 1985«. (W.M., in Katalog, Tendenz konstruktiv-konkret, MJK Frankfurt (Oder), 1990; S. 36)

Abb.:  10.8.91
1991, Auto-Metallic-Lack über Perlonfäden; 60,5 x 60,5 cm; erworben 1992, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1928 geboren in Harzgerode | 1955 – 1979 tätig als Stomatologe | 1964 – 1966 privater Unterricht bei Hermann Glöckner | 1980 – 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Völkerkunde in Dresden | 1999 gestorben in Dresden


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TENDENZ ABSTRAKT - 07.02.2010 - 25.04.2010

 

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