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Manfred Luther (1925), Dresden

 

Aus seinen Werkgruppen »idee konkrete zeichnungen« (Sechziger bis frühe Achtzigerjahre) und »cogito ergo sum« (1983 bis Mitte der Neunziger) stellen wir je drei Arbeiten vor. Die schwarz-weis-grauen Siebdrucke zeigen monumental erscheinende Kreise und Vierecke. Sie gehören zu der Folge »idee konkrete zeichnungen« die mit schwarzweiß Zeichnungen begann, eine Weiterführung um 1975 in der Technik des schwarz-weiß Siebdruckes erfuhr und später im farbigen Siebdruck Fortsetzung fand. Manfred Luther versteht seine Anwendung geometrischer Grundformen nicht im Sinne von konkreter Kunst und auch nicht im Verständnis der selbstreferenziellen Farbfeldmalerei. Für ihn sind sie objektive, philosophisch konnotierte Grunderkenntnisse des Ichs im Fluss subjektiver Haltungen. Der Kreis  auf  verschieden  farbigen   und  unterschiedlich  strukturierten Gründen ist einziges, immer zentral gesetztes Motiv in der Folge »cogito ergo sum«. Er wird hier meditativ erfahrbar als eine seinshafte Form, die zugleich als irrationale Metapher auf Mystisches sowie Rationales deutbar ist – Eindeutigkeit schließt Vieldeutigkeit mit ein und umgekehrt.

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Abb.:  cogito ergo sum, II
(I – III); 1990 / 1992, Mischtechnik auf Papier; 60 x 50 cm; erworben 1992, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1925 geboren in Dresden | 1952 – 1955 Konstrukteur | 1956 – 1966 Zeichenunterricht und Studien bei Prof. Ernst Hassebrauk | 1955 – 2003 freischaffender Maler und Grafiker | 2003 gestorben


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TENDENZ ABSTRAKT - 07.02.2010 - 25.04.2010

 

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