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Max Lachnit (1900-1972), Dresden

 

»Die einzelne Persönlichkeit schreitet ungeachtet des allgemeinen Kulturverfalls fort und richtet die geistliche Kraft zu einer neuen Kulturepoche, indem sie Mittel und Wege findet, das Chaos zu entwirren und Ordnung zu schaffen.« Mit diesen Sätzen in seinen Aufzeichnungen zum »Kulturablauf« nach 1945, reflektiert der vielseitige Künstler über Kunst, Kultur, Krieg, Barbarei und Kulturverfall. Dabei sieht er sein Berufensein auf unterschiedlichen Gebieten der baugebundenen Kunst, in der abstrakten als auch in der figürlich abstrahierenden Plastik, Malerei und Grafik. Noch bis zu Beginn der Sechziger sah er sein Hoffen noch nicht gescheitert. Doch es wurde eine andere Architektur- und Kunstvorstellung seitens der DDR durchgesetzt und er erhielt so gut wie keine Bau- und Kunstaufträge. Das bedeu-

tete keine Ausstellungs- und Verkaufsmöglichkeiten, kein  Bekanntwerden und  somit  ein Zurückgeworfensein in die stillen Wände des Ateliers. Erst die 1991 in Magdeburg (Kloster Unser Lieben Frauen – Magdeburger Museen) stattfindende Retrospektive bot einen beeindruckenden Einblick in sein überaus vielgestaltiges Werk, zudem auch die farbintensiven Pastelle aus den späten Fünfzigerjahren gehören.

Abb.:  Konstruktive Form (35)
Um 1955 / 1960, Pastell; 32,6 x 51,6 cm; erworben 1990, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1900 geboren in Gittersee bei Dresden, Tischlerlehre | 1924 – 1928 Studium der Innenarchitektur an der Kunstgewerbeakademie Dresden, autodidaktische Arbeit als Bildhauer | 1945 Zerstörung des Ateliers mit dem Großteil seiner Arbeiten durch den angloamerikanischen Luftangriff | 1946 Übersiedlung ins Loschwitzer Künstlerhaus | 1972 gestorben in Dresden


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TENDENZ ABSTRAKT - 07.02.2010 - 25.04.2010

 

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