|
Zu
seinem bisherigen Oeuvre zahlen mehr oder weniger gegenständliche
Zeichnungen, Skulpturen sowie die frühen Performances und
Interventionen im öffentlichen Raum. Zudem war er Mitglied der
Künstlergruppe MEIER, die in Dresden Ende der Achtzigerjahre für
ästhetische Verunsicherungen sorgte. Die Skulptur gehört zu einer
größeren Werkgruppe aus den Jahren um 1990. Mit dieser Serie variiert
er die raumgreifenden Möglichkeiten von Stein, Papier und Metallband.
Hierbei bildet der Stein die Basis, von der aus sich das Band gleich
Tentakeln oder Fühler in den Raum begibt und das Metall formt sich zu
stabil-instabile Bogen, zu Schlaufen oder zu skelettähnlichen
Gebilden. Mehrere, übereinandergelegte Papiere verbinden diese und
formen sich zu fragil biomorphen Hohlformen, Segeln oder
Zwischenhäuten aus. Der verwendete Leim begann schon während des
Arbeitsprozesses Veränderungen im Metall und im Papier hervorzurufen,
so dass Rostflecke und Verwerfungen den surrealen Gebilden die
Eigenart der Verletzbarkeit sowie des
»Alterns«
geben. Eventuelle Luftbewe-gungen bringen sie zudem zum sanften
Schwingen und lassen sie für Momente
»aus-
und einatmen«. |
 |