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»Komplizierte
Beziehungsgefüge versuche ich durch kontinuierliche Befragungen
langsam in den Zustand eines Strukturzusammenhanges zu bringen. Die
Beziehung zwischen Detailform und Strukturgefüge nämlich – das Wie
dieser Aktivitäten – erscheint mir höchst von Bedeutung.«*
Der Turm aus dem Jahr 1986 gehört zu einer Werkreihe, die sich mit
diesem künstlerischen Hauptanliegen Chaos/Ordnung und Farbe/Form
beschäftigt. Die Farbigkeit wird auf die Primarfarben Rot, Gelb, Blau
sowie auf die Nichtfarben Schwarz/Weis reduziert. Das
Konstruktionsprinzip basiert auf dem rechten Winkel, auf den Maximen
der losen Reihung, der variablen Seriellität und der vertikalen
Flachenschichtung im Raum. Gunther Hornig greift gleich einer
Hommage an die holländische De-Stijl-Bewegung, das
neoplastizistische Grundvokabular auf und transformiert es in
den Raum hinein. Durch den Verzicht auf eine Hauptansicht ist der Betrachter gewissermaßen standortlos und kann sich für eine gewisse Zeit die unzähligen
Bildvarianten ersehen.
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Günther Hornig, Katalog, Berlin 1994, S. 64 |
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