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Jörg Herold (1965), Leipzig

 

Jörg Herold arbeitet mit verschiedenen Techniken: Plastik, Zeichnung, Film, Fotografie, Performance. Im »Absoluten Medium« sind Formen zu finden, die ebenso in anderen Installationen um 1990 auftauchen. Sie sind typisch für seine Werkphase der Reaktionsplastiken. Diese sind zumeist surreal oder dadaistisch wirkende Gipsobjekte, die er im öffentlichen Raum aufstellte und dem langsamen Zerfall aussetzt. Im »Absoluten Medium« korrespondieren die Formen miteinander. Sie sind Empfänger und Verstärker für Energien des Spirituellen oder des Lebens (Orgonenergie?). Aufgrund ihrer Gegensatze ergeben sie ein sich ergänzendes Paar (gros/klein, rund/oval, stehend/ hängend). Die Absolutheit des Stimmigen wird gebrochen durch die Verunsicherung, die der Trafokasten sowie der freiliegende Stecker auslosen. Das geschlossene energetische System der Scheiben wird geöffnet.

Abb.:  Absolutes Medium
1992, Gips, Plastik, Metall; 300 x 300 cm; erworben 1992, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1965 geboren in Leipzig | Lehre als Stuckateur | drei Jahre Studium der Malerei in Leipzig und Berlin | lebt in Berlin und Rothspalk


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TENDENZ ABSTRAKT - 07.02.2010 - 25.04.2010

 

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