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Eberhard Göschel (1943), Dresden

 

Landschaften, Akte und Stillleben prägen sein Werk in den Siebzigerjahren und die Farbskala changiert im Bereich von Erd-, Ocker- und Weistönen. Die schweigenden Szenerien werden von einem inneren, matten Licht beseelt, das aus dem Dresdner Spätimpressionismus zu kommen scheint. Diese Bilder verweisen auf eine Wahrnehmung, bei der die Realität auf eine Essenz des hermetisch Lyrischen reduziert wird. Innerhalb dieser Metaebene des introspektiv Dinglichen entschwindet im Laufe der Jahre die Gegenständlichkeit. Da heraus entwickeln sich gestisch strukturierte Bilder, deren Vorder-, Mittel- und Hintergrund nicht mehr auszumachen sind. Nun konzentriert sich sein Kolorit noch intensiver auf wenige Grundakkorde und das Licht ist in der schrundigen Malhaut verborgen – hier und da bricht es hervor und vermittelt räumliche Untiefen. Der Auslöser für den Arbeitsprozess ist oftmals immer noch eine konkrete Erfahrung mit einer Landschaft, mit Musik oder mit lyrisch-philosophischen Reflektionen. Dabei verweist der Bildtitel auf das sinnlich-metaphorische »Woher« und das Bild verkörpert das gewordene »Wohin«.

Abb.:  Landschaft mit braunen Flecken
1985, Öl auf Leinwand; 180 x 129 cm; erworben 1989, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1943 geboren in Bubenreuth (bei Erlangen), Kindheit und Jugend in Königstein (Sächsische Schweiz) | 1959 – 1961 Abitur und Gebrauchswerberlehren | 1962 – 1963 Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | 1964 – 1969 Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, danach freischaffend tätig | 1977 – 1980 Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR bei Theo Balden | lebt in Dresden und Fürstenau


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TENDENZ ABSTRAKT - 07.02.2010 - 25.04.2010

 

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