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Horst Bartnig (1936), Berlin

 

Auf dem ersten Blatt ist zu lesen: »Die Variationen bestehen aus 4 quadratischen und (bis auf den Positiv/Negativ-Austausch und die unterschiedliche Orientierung) identischen Grundelementen. / Schrittweises Drehen der Grundelemente ergäbe 256 Variationen. Davon wurden nur 70 (oder weniger) je Folge realisiert, damit keine Variation in eine andere überführbar ist, wenn man sie als ganze dreht. / Die Anordnung und Orientierung der 70 (oder weniger) Variationen ist zufällig, aber für alle Folgen gleich. / Berater Dr. Koch / Unter Verwendung von Computer-programmen und Rechenanlagen des Instituts für Informatik und Rechentechnik der Akademie der Wissenschaften der DDR. / Programmautor: Dipl.-Math. M. Fischer.«
Mit der Verbindung von »Computertechnik« und traditioneller Druckgrafik betrat Horst Bartnig in der DDR ästhetisches Neuland. Zudem begegnen wir hier einem Schwerpunkt seines konstruktiv-konkreten Schaffens: die vielfache Variation eines Moduls mittels Formänderungen und Reihungen.

Abb.:  3622 Variationen
2 (1 – 4); 1984 – 1985, Strichätzung-Handdruck; Blattgröße: 94 x 74 cm; Bildgröße je Abbildung: 14 x 9,70 cm; erworben 1987, Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)


| 1936 geboren in Militsch (Schlesien) | 1951 – 1954 Malerlehre | 1954 – 1957 Fachschule für Angewandte Kunst Magdeburg | 1964 erste konstruktive Arbeiten | tätig als Bühnenmaler für das Deutsche Theater Berlin und das Berliner Ensemble | lebt und arbeitet in Berlin


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TENDENZ ABSTRAKT - 07.02.2010 - 25.04.2010

 

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