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Karambolage, Zusammenstoß der
Rolltreppen, 1980, Mischtechnik auf Hartfaser,
Außentafeln je 239,5 x 120,5 cm - Mitteltafeln je 98 x 120 cm, vom MJK
erworben 1990 |
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Sinnlich unvoreingenommene
Neugier dem Leben und der Kunst gegenüber, eigenwillige Hartnäckigkeit und
stetige Selbstbefragung kennzeichnen die Persönlichkeit und das damit
verbundene Werk von Lutz Friedel . Aber auch die Ablehnung eingrenzender
Bevormundung wie sein Bekenntnis zur „Neugier als Fresslust der Sinne"
verweisen auf Eigenschaften, die wesentlichen Anteil an seiner Arbeit
haben. |
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"Selbst als Sebástian de
Morra - Hommage a Velásquez", 1980, Öl auf Hartfaser, 69 x 49,5 cm |
"Die Freiheit führt das
Volk auf die Barrikaden"
(nach Delacroix), 1982, Öl auf Hartfaser, 178 x 168 cm |
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So entwickelte sich fernab von
der Beliebigkeit des jeweils aktuellen Zeitgeistes in den letzten 25
Jahren ein expressiv kraftvolles malerisches Werk, aus dem wir einzelne
Bilder und Werkgruppen vorstellen wollen. Bereits 1977 bis zum heutigen
Tag anhaltend stellt sich Friedel in die Tradition der großen europäischen
„Schwarzmaler". |
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"Der Krater", 1991,
Öl/Bitumen/Leinwand, 170 x 200 cm |
"Der Turm zu Babel" 1991,
Öl/Bitumen/Leinwand, 200 x 170 cm |
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Mit Velasquez, Goya
und Manet bis hin zu Max Beckmann tritt er in einen spannungsvollen
künstlerischen Dialog, wobei er deren Liebe zum Schwarz, als der
kräftigsten und zugleich intensivsten Farbe mit hohem dramatischem
Ausdruckspotential teilt. Ob es sich nun um das disharmonisch chaotische
Bildgefüge seiner vielfigurigen apokalyptischen Weltbilder aus den 70er
und 80er Jahren handelt oder um seine Flugzeugdarstellungen, um die
Krater- und Landschaftsbilder oder Stadtansichten ebenso wie die
monumentalisierend dramatischen Stillleben aus den 90er Jahren, immer
verleiht das Schwarz dem Bildgeschehen einen hintergründig dramatischen
Ausdruck. |
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"Das Bündel", 1990,
Öl/Bitumen/Leinwand,200 x 230 cm |
"3 Uhr morgens"- Vollmond
über den Walliser Bergen",
1999, Öl auf Leinwand, 70 x 80 cm |
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Unabhängig vom Thema fühlt man
die Präsenz des Dargestellten, das in einem ort- und zeitlosen Umfeld
angesiedelt ist, zugleich aber immer währende Aktualität zu besitzen
scheint. Von dieser werden auch seine über 100 Plakatübermalungen
bestimmt, die den Titel „Selbstporträts zwischen 1635 und 2003" tragen.
Hier geben sich Mörder und Tyrannen neben Schauspielern und Künstlern,
Modemachern und Politikern ebenso wie der personifizierte Tod in der
Symbiose von Selbst- und Fremdbild ein Stelldichein. Doch letztlich sind
alle seine Bilder unabhängig vom Thema und Darstellungsgegenstand
Selbstbefragungen bzw. Selbstbildnisse, was Friedel in den Worten
zusammenfasst: „ Ich bin Regisseur, Arrangeur und Mitspieler. Opfer und
Täter. Das ewige Wechselspiel". |
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"Flugzeug über dem Haus",
1984,
Öl auf Leinwand, 100 x 90 cm |
"Überflieger (Das schwarze
Flugzeug)", 1989, Öl/Bitumen/Leinwand,
100 x 150 cm |
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Die Ansicht der Abb. 2 - 9
kann durch Anklicken vergrößert werden |
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Text / Kuratorin: Prof.
Dr. Rieger-Jähner |
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