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Eine Ahnung von seinen unnachgiebigen Arbeiten vermittelte schon 1996 der Beitrag in der Ausstellung „JUNGE KÜNSTLER AUS MECKLENBURG VORPOMMERN". Damals machte er in seinem rastlosen Suchen nach einer |
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Nun findet er zu einer stilistischen Flexibilität, die zeitgleich unterschiedliche Bildsprachen in größeren Werkblöcken erkundet. Collageartige Bildstrategien, Bruchstücke des Sichtbaren, informelle Kürzel sowie das Vorführen gebrochener Strukturen gingen einher mit der Neigung zur Reduktion des Kolorits. Der ab und an noch existente, rudimentäre Tiefenraum mutiert zum Flächenraum. Die Dinge, der Mensch, die Landschaft werden nicht nachgebildet, vielmehr erfahren sie mittels seiner privaten Lexik eine Bezeichnung: Torso, Berg, Hügel. Hier gibt es mindestens zwei konzeptionelle Ansätze: Schlieren, Kleckse, Anthropomorphes, Harmonisches und Disharmo-nisches sind in ihrer optischen Bedeutung gleichberechtigt: es bildet sich eine semantische All-over-Struktur heraus. Zum anderen erscheint urplötzlich auf der entleerten Leinwand ein vereinsamtes Motiv in bedeutungs-schwangerer Monumentalisierung, die wiederum im beunruhigenden Kontrast zum Inhaltlichen steht. |
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Zudem vermeidet ZWINGER einen malerischen Schönklang und tilgt schon im Ansatz einen sich eventuell herausbildenden narrativen Ansatz. So arbeitet er dicht am Rand des optisch Unmachbaren. Zufälliges, Verworfenes, Krudes, Provisorisches werden interessiert verfolgt, in den folgenden Bildern weiter durchdekliniert. In den jüngsten Arbeiten zum Beispiel umzingelt die ruppige, ungrundiert ockerfarbige Leinwand ovale Hüllformen. Diese wiederum sind die Basis für kryptische Realitätssplitter. Aus diesem Kontext heraus ist auch sein Interesse für seltsame, surreal anmutende Alltagsdinge, für medizinische Modelle oder billige Gipsfiguren zu deuten. In Vitrinen angeordnet, entfalten sie eine bizarr geheimnisvolle Atmosphäre des Unerklärlichen: Banales lädt sich mit Bedeutungsenergie auf. Ähnliche Irritation rufen die unzähligen Fotos (Familienaufnahmen, Schnappschüsse aus Filmen) auf derben Holzleisten hervor, wenn sie in einem cleanen Museumsraum an den Wänden lehnen und in ihrer Brachialität den Raum anfüllen. |
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