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PACKHOF DES MUSEUMS
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Str.11
18.05.2006 - 13.08.2006

"GUT UND BILLIG"
aktuelle polnische Malerei
aus
der Sammlung Cyganek

Agata Bogacka (1976); Rafal Bujnowski (1974); Edward Dwurnik (1943); Stanislaw Mlodozeniec (1953);
Jaroslaw Modzelewski (1955); Zbigniew Rogalski (1974); Wilhelm Sasnal (1972)

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+ + + Ausstellungseröffnung am 18. Mai 2006 um 18.00 Uhr im PackHof des Museums + + +

Die sieben künstlerischen Positionen haben ihr zu Hause in der noch jungen Kunstsammlung von Mariusz Cyganek (1961). Die Auswahl aus einer mindesten doppelt so umfangreichen Sammlung übernahm Ryszard Gorecki (Maler und Kurator). Er zählt zu den profundesten Kennern der quirligen polnischen Kunstszene.

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Rafal Bujnowski, Papst, 2001,
Öl, 50 x 40 cm

Wilhelm Sasnal, o.T., 2002,
Öl, 43 x 30 cm

Zbigniew Rogalski, Bandage 2, 2003,
Öl, 75 x 70 cm

Der Sammler lebt seit 1985 in Berlin. Er studierte Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften in Berlin; beruflich arbeitet er als Manager. In den letzten fünf Jahren erwarb er konsequent Malerei aus seiner Heimat, die im Kontrast zum dortigen scharfen Wind des dynamischen Neoliberalismus ein lakonisches Menschenbild aus „zweiter Hand" entwirft. Denn die Motivvorlagen entstammen der Medienwelt (Werbung, Comics, Presse, TV, Erste-Hilfe-Broschü-ren) oder aus den eigenen Foto- und Filmaufnahmen. Demzufolge wird das Arbeiten in Öl und in Acryl zugleich zu einem postmodernen Reflektieren über die mediale Realitätswahrnehmung: Bilder entstehen nach Bildern, nach schon genormten, oftmals trivialisierten Wahrnehmungskriterien. Dabei kommen den Künstlern ihre solide hand-werkliche Ausbildung an den Kunsthochschulen zugute sowie ihr Blick für die fast fatalistische Diskrepanz zwischen dem hohen Bedeutungsgehalt des Dargestellten und der konkreten Darstellung. Im Kontext zu den deutschen Varianten einer Post-Pop-Art und einer neoromantischen Malerei wirken diese Bildwelten inhaltlich überschaubar, ironisch-irritierend und letztlich dennoch versöhnlich.

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Edward Dwurnik, Frauen, 1999,
Öl, 41 x 37 cm

Jaroslaw Modzelewski, Der Tisch des Fischers, 2004,
Tempera, 50 x 70 cm

Der von Ryszard Gorecki erwählte Slogan „Gut und billig" erscheint marktschreierisch - kunstbefremdlich. In diesem Sinne taucht er tief ein in ihre entmystifizierte Geisteswelt. Zudem spielt er auf das steigende internationale Interesse des westlichen Betriebssystems Kunst seit 2000 an. Für wenig Gelde konnten und können heutige und morgige (?) Malerhelden „gekauft" werden. Und es ist wirklich frappierend, wie schnell zu Beginn des neuen Jahrtausends die Mitte der Fünfziger- und Siebzigerjahre Geborenen (Ausnahme Edward Dwurnik, Jahrgang 1943), das Interesse des westlichen Kunstbetriebes auf sich ziehen konnten. „Sie sind geboren und aufgewachsen im sozialistischen Polen, sie waren Zeitzeugen des Systemzusammenbruchs und sie haben den Beitritt Polens zur EU gefeiert." (R. G.) Sie treffen den Nerv der Zeit sowie den wiedererwachten Hunger nach Bildern, der etwas mit dem Erkennen der paranoiden Absurdität unserer Medienwelt zu tun hat.

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Agata Bogacka, Wir, 2003, Acryl, 114 x 145 cm

Stanislaw Mlodozeniec, o.T., Öl, 52 x 66 cm

 

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Kuratoren: Ryszard Gorecki / Armin Hauer

Text: Armin Hauer

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

zur Website des Landes Brandenburg

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung
und Kultur des Landes Brandenburg und der Stadt Frankfurt (Oder) gefördert

zur Website der Stadt Frankfurt (Oder)

 

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Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr

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