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RATHAUSHALLE
- FESTSAAL -
Marktplatz 1

03.06.2007 - 05.08.2007

STUNTS
KURT BUCHWALD
(1953), Berlin
Video, Installation

CLAUS BACH
(1956), Weimar
Video, Fotoskulpturen

zur Biografie

Biografie Kurt Buchwald & Claus Bach

zur Biografie


Beide Künstler kommen aus der alternativen Fotoszene der Achtzigerjahre. Kurt Buchwald verließ 1982 Wittenberg und das sächsische Radebeul und zog 1982 nach Berlin. Hier entstand sein mediales Crossover (Fotografie, Aktionen, Netzwerke, Objekte, Video) im Dienst der geistigen und visuellen Wahrnehmungsstörung. Claus Bach blieb in Weimar, produzierte im künstlerischen Underground Musik, Zeitschriften sowie Grafikmappen. Er arbeitete bis zu Beginn der Neunzigerjahre an  verschiedenen Fotoserien  im Kontext von Individuum und kollektiven Zeichen.

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Claus Bach, Instant 1, 1994, mixed media

Claus Bach, Instant 2, 1994, mixed media

Später kamen räumliche Interventionen mit Fotoobjekten hinzu. Selten ergibt sich mal ein gemeinsames Projekt - wenn ja, dann kommen zum einen ihre ästhetischen Unterschiedlichkeiten und zum anderen die sich erhellenden Schnittstellen im strukturellen Bereich des Kommunikativen zum Tragen.  Im  hochgotischen  Festsaal gilt für beide

die Maxime: "Beim Stunt spielt das Doble die Filmszene, der echte Akteur wird geschont." (K.B).

Claus Bach präsentiert seine mannshohen Foto-skulpturen INSTANT und ein aberwitziges Video von einer Weimarer Stadtrundfahrt. Eine nette Frauenstimme erklärt das klassische Stadtbild der Goethestadt, derweil wir eine Kamerafahrt durch die Kanalisation Weimars sehen. Die Foto-skulpturen INSTANT konfrontieren uns mit grafischen Darstellungen von Zellteilung sowie Reifekeimung und mit Piktogrammen der Rationa-lität: Paragraphen, Wahlkreuze, Fragezeichen.

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Kurt Buchwald, aus: "Im Kreis der Wahrnehmung" Mundi circulare, 2002/06

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Kurt Buchwald, Röhrenmensch, Aktion,
Berlin - Alexanderplatz, 2003

Kurt Buchwald erobert den Kunst-Raum und lässt seine Kunstfiguren - die Röhrenmenschen - auf einer Rampe emporsteigen. "Sehen und nicht gesehen werden, anwesend sein ohne da zu sein, beobachten ohne zu sehen, zu sehen ohne zu wissen, was ist das für eine Zeit ?" und "Der Homo sapiens ist verschwunden, Röhrenmenschen bevölkern die Erde." (K. B.) Gegenüber der "Aufsteiger" stößt ein schwarzes Rohr brachial über eine provisorische Absperrung hinweg und lädt zum Röhrengucken ein. Ein Blick nach unten in ein provisorisches Depot lüftet ein Museumsgeheimnis und das Sehen in eine unscheinbare Box lässt uns ein absurdes Rennen eines Röhrenmenschen beobachten.

Eröffnung am 3. Juni 2007

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Aktion

Ausstellung

Gäste

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Text/Kurator: Armin Hauer - Stellv. Direktor des Museums JK

 

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Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag  von 11.00 bis 17.00 Uhr

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