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Beide Künstler kommen aus der
alternativen Fotoszene der Achtzigerjahre. Kurt Buchwald verließ 1982
Wittenberg und das sächsische Radebeul und zog 1982 nach Berlin. Hier
entstand sein mediales Crossover (Fotografie, Aktionen, Netzwerke,
Objekte, Video) im Dienst der geistigen und visuellen Wahrnehmungsstörung.
Claus Bach blieb in Weimar, produzierte im künstlerischen Underground
Musik, Zeitschriften sowie Grafikmappen. Er arbeitete bis zu Beginn der
Neunzigerjahre an verschiedenen Fotoserien im Kontext von
Individuum und kollektiven Zeichen.
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Claus Bach, Instant 1,
1994, mixed media |
Claus Bach, Instant 2,
1994, mixed media |
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Später kamen räumliche
Interventionen mit Fotoobjekten hinzu. Selten ergibt sich mal ein
gemeinsames Projekt - wenn ja, dann kommen zum einen ihre
ästhetischen Unterschiedlichkeiten und zum anderen die sich
erhellenden Schnittstellen im strukturellen Bereich des
Kommunikativen zum Tragen. Im hochgotischen
Festsaal gilt für beide |
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die Maxime: "Beim Stunt spielt
das Doble die Filmszene, der echte Akteur wird geschont." (K.B).
Claus Bach präsentiert seine mannshohen Foto-skulpturen INSTANT und
ein aberwitziges Video von einer Weimarer Stadtrundfahrt. Eine nette
Frauenstimme erklärt das klassische Stadtbild der Goethestadt,
derweil wir eine Kamerafahrt durch die Kanalisation Weimars sehen.
Die Foto-skulpturen INSTANT konfrontieren uns mit grafischen
Darstellungen von Zellteilung sowie Reifekeimung und mit
Piktogrammen der Rationa-lität: Paragraphen, Wahlkreuze,
Fragezeichen.
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Kurt Buchwald, aus:
"Im Kreis der Wahrnehmung" Mundi circulare, 2002/06 |
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Kurt Buchwald,
Röhrenmensch, Aktion,
Berlin - Alexanderplatz, 2003 |
Kurt Buchwald erobert den Kunst-Raum und lässt seine Kunstfiguren - die
Röhrenmenschen - auf einer Rampe emporsteigen. "Sehen und nicht gesehen
werden, anwesend sein ohne da zu sein, beobachten ohne zu sehen, zu sehen
ohne zu wissen, was ist das für eine Zeit ?" und "Der Homo sapiens ist
verschwunden, Röhrenmenschen bevölkern die Erde." (K. B.) Gegenüber der
"Aufsteiger" stößt ein schwarzes Rohr brachial über eine provisorische
Absperrung hinweg und lädt zum Röhrengucken ein. Ein Blick nach unten in
ein provisorisches Depot lüftet ein Museumsgeheimnis und das Sehen in eine
unscheinbare Box lässt uns ein absurdes Rennen eines Röhrenmenschen
beobachten. |
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