zurück

z u r ü c k


ST. MARIEN, SAKRISTEI
Oberkirchplatz 1
24.05.2009 - 02.08.2009

MORITZ GÖTZE UND DIE
LEGENDE
  VOM ANTICHRIST
6 Glasmalereien

 

Eröffnung am 24. Mai 2009 um 12.30 Uhr in der St. Marienkirche

EINLADUNG


Ansicht vergrößern

Moritz Götze, Auferweckung,
2008, Bleiverglasung mit Schwarzlot bemalt, 83 x 43 cm,
Foto: Winfried Mausolf, Ffo.

Ansicht vergrößern

Antichristfenster, Feld s II 6b,
Auferweckung der Toten,
St. Marien zu Frankfurt (Oder)

Ohne Paradies gäbe es keine Hölle. Von beidem erzählt die Bibel in einem Facettenreichtum der Einmaligkeit besitzt. Dies erkennend, haben Philo-sophen und Historiker ebenso wie Schriftsteller und bildende Künstler die zeitlose Thematik des Alten und Neuen Testaments immer wieder zum Anlass genommen, ihr Bild von der Zeit zu formulieren. In besonders nachdrück-licher Weise ist dies Moritz Götze gelungen, der für das Museum Junge Kunst 6 Glasmalereien zum Thema Endgericht schuf. Er bezog sich dabei auf eines der 3 Chorfenster von St. Marien in Frankfurt (Oder), das nicht zuletzt durch die Vielzahl von Scheiben, die der Legende vom Antichristen gewidmet ist, kunsthistorische Einmaligkeit besitzt.

Bei diesem handelte es sich um eine apokalyptische  Gestalt, die mit  dem Ende der Welt erwartet wurde und durch Verführungen unterschiedlichster Art versuchte, die Menschen von Gott fernzu-halten. Doch es ging bei unseren Glas-malereien nicht darum, Gott zu loben und zu preisen oder vor falschen Göttern zu warnen. Vielmehr musste die Legende künstlerisch hinterfragt und aus der Sicht des 21. Jahr-hunderts interpretiert werden. Doch beim Betrachten der mittelalterlichen Fenster erkennt man, die Methoden der Verführung von einst sind aktueller den je. Denn es waren und sind Schönheit, Macht und Geld einerseits, ebenso wie List, Tücke und Angst andererseits, um die sich damals   wie  heute  alles  dreht.  Dennoch
unterscheidet  sich  der  Mann  im  Nadel-streifenanzug  von Götze  in  wesentlichem

Ansicht vergrößern

Moritz Götze, Das Ende, 2008,
Bleiverglasung mit Schwarzlot bemalt, 83 x 43 cm,
Foto: Winfried Mausolf, Ffo.

 

Ansicht vergrößern

Antichristfenster, Feld s II 11b,
Sturz des Antichrist,
St. Marien zu Frankfurt (Oder)

Maße  von seinem mittelalterlichen Vorgänger, hat er doch eine völlig andere Stellung in der Welt inne. Aber ob und wie er sich in der Freiheit des 21. Jahrhunderts zurechtfindet und welcher Handlungsspielraum ihm wirklich verbleibt, darauf gibt die Gestaltungsdramaturgie von Götze eine sehr differenzierte Antwort.

Zum Vergrößern der Bildansicht und Schließen des geöffneten Fensters auf das Bild klicken

Text: Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner;
Kuratoren: Vorstand des Fördervereins in Zusammenarbeit mit der Direktorin

Hauptförderer der Ausstellung sind die Stiftung der Sparkasse Oder-Spree und
der Verein der Freunde und Förderer des Museums Junge Kunst Frankfurt (Oder)


zurück

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag  von 11.00 bis 17.00 Uhr

nach oben